STEIGENDER WÄRMEPUMPENABSATZ RÜCKT DEN FROSTSCHUTZ IN DEN FOKUS
2026-10-26

Nach zwei Jahren mit rückläufigen Verkaufszahlen verzeichnete der europäische Wärmepumpenmarkt 2025 wieder Wachstum. Laut der European Heat Pump Association (EHPA) wurden in 21 europäischen Ländern rund 2,9 Millionen Wärmepumpen verkauft – 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Aufwärtstrend setzte sich 2026 fort. Im ersten Quartal stieg der Absatz in den elf Ländern, die in der EHPA-Auswertung berücksichtigt wurden, um 17 Prozent.
Mit der steigenden Zahl installierter Wärmepumpen wird auch der Schutz vor Kälte für immer mehr Anlagen relevant. Dies gilt insbesondere für Luft/Wasser-Wärmepumpen in Monoblock-Bauweise, bei denen Wasser zwischen dem Gebäude und der Außeneinheit der Wärmepumpe zirkuliert.
Monoblock-Systeme bergen ein besonderes Frostrisiko
Monoblock-Wärmepumpen sind eine gängige Lösung bei der Installation von Luft/Wasser-Wärmepumpen. Im Gegensatz zu Split-Systemen zirkuliert Wasser zwischen dem Gebäude und der Außeneinheit der Wärmepumpe. Das vereinfacht die Installation, bedeutet aber auch, dass sich Teile des wasserführenden Systems im Freien befinden.
Fällt an einem kalten Wintertag der Strom aus, kommt die Zirkulation zum Stillstand. Sinkt die Wassertemperatur weit genug ab, kann das Wasser gefrieren und beispielsweise Rohre oder Wärmetauscher beschädigen.
Frostschutz ohne Strom
Die ESBE Serie VTN reagiert auf die Wassertemperatur. Sinkt diese unter 3 °C, öffnet das Ventil automatisch und lässt das kalte Wasser ab, sodass wärmeres Wasser zum Ventil gelangen und das Frostrisiko reduzieren kann.
Erreicht die Wassertemperatur 4 °C, schließt das Ventil wieder. Die Funktion ist vollständig mechanisch und benötigt weder Strom noch Steuerung oder manuelle Rückstellung. Eine einfache Möglichkeit, kostspielige Komponenten bei Kälte zu schützen.
So werden die Frostschutzventile positioniert
Damit die ESBE Serie VTN den vorgesehenen Schutz bietet, empfiehlt ESBE die Installation der Ventile sowohl im Vorlauf als auch im Rücklauf. Die Ventile müssen am tiefsten Punkt des im Freien liegenden Anlagenteils installiert werden, damit bei kritisch niedrigen Temperaturen das gesamte Wasser aus den Rohrleitungen und der Wärmepumpe ablaufen kann.
Auch die Rohrführung im Freien muss so ausgeführt sein, dass sich vor oder hinter den Ventilen keine Senken bilden. Andernfalls kann Wasser stehen bleiben – ähnlich wie in einem Siphon. Dies kann die Funktion der Ventile beeinträchtigen und dazu führen, dass Wasser im System verbleibt und gefrieren kann.
Wenn die Wärmepumpe auch kühlt
Immer mehr Wärmepumpensysteme werden sowohl zum Heizen als auch zum Kühlen eingesetzt. Dadurch kann selbst an einem warmen Sommertag kaltes Wasser durch die Leitungen zirkulieren, ohne dass Frostgefahr besteht. VTN200 berücksichtigt sowohl die Wasser- als auch die Umgebungstemperatur und kann so zwischen normalem Kühlbetrieb und tatsächlicher Frostgefahr unterscheiden.
Bei einer Umgebungstemperatur von 7 °C oder höher ist das Ventil garantiert geschlossen, auch wenn das Wasser im System kalt ist. Sinkt die Umgebungstemperatur, wird die Frostschutzfunktion automatisch aktiviert. Damit eignet sich VTN200 für Monoblock-Systeme, die ganzjährig sowohl zum Heizen als auch zum Kühlen eingesetzt werden.
Zwei Lösungen für unterschiedliche Systeme


Für alle, die das Risiko von Frostschäden reduzieren möchten, bietet ESBE zwei Lösungen für unterschiedliche Monoblock-Systeme. Die VTN-Serie arbeitet vollständig mechanisch und schützt das System ohne Stromversorgung oder manuelle Rückstellung.
VTN100 wurde für Heizsysteme entwickelt, während VTN200 für Systeme ausgelegt ist, die sowohl zum Heizen als auch zum Kühlen eingesetzt werden. Zwei Lösungen mit derselben Aufgabe: das Risiko von Frostschäden zu reduzieren und zu einer sicheren und zuverlässigen Wärmepumpeninstallation beizutragen.
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