WENN NACHHALTIGKEIT NACHWEISBAR WIRD
2026-04-28
In unseren mehr als hundert Jahren industrieller Entwicklung ist Nachhaltigkeit zu einem festen Bestandteil bei ESBE geworden – von der Produktentwicklung bis hin zu den Beziehungen zu Kunden, Lieferanten und der Gesellschaft.
Doch was passiert, wenn diese Arbeit auch gemessen, verglichen und nach einem externen Standard bewertet wird? Für ESBE wurde die Zusammenarbeit mit EcoVadis zu einem Weg, genau das sichtbar zu machen. Auslöser waren sowohl Kundenanforderungen nach einer unabhängigen Bewertung als auch die zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeit im Markt. EcoVadis bot ein Rahmenwerk, um bestehende Aktivitäten zu strukturieren und zu kommunizieren.
„Es hilft uns, unsere Nachhaltigkeitsarbeit zu visualisieren und unsere Verbesserungspotenziale klar zu erkennen“, sagt Quality Manager Peggy Zeybrandt Cumming.
Denn es wurde deutlich, dass es eine Kluft gibt zwischen nachhaltigem Handeln und dessen Nachweis.
Eine der wichtigsten Erkenntnisse war die große Bedeutung der Klimawirkung in der Bewertung. Insbesondere CO₂-Berechnungen spielen eine entscheidende Rolle. Gleichzeitig sind Aspekte, die im schwedischen Kontext oft als selbstverständlich gelten – wie Arbeitsrecht und Geschäftsethik –, in einer internationalen Bewertung von zentraler Bedeutung.
„Viele Aspekte der sozialen Nachhaltigkeit sind für uns selbstverständlich, müssen aber dennoch dokumentiert und nachgewiesen werden, um in einer solchen Bewertung berücksichtigt zu werden.“
Der Prozess hat auch gezeigt, dass Nachhaltigkeit eine enge Zusammenarbeit erfordert. Sie ist keine isolierte Funktion, sondern eine gemeinsame Verantwortung innerhalb des gesamten Unternehmens. Während des Prozesses haben verschiedene Abteilungen sowohl Fachwissen als auch Unterlagen beigesteuert. Vielleicht am wichtigsten war jedoch die Erkenntnis, dass es einenUnterschied gibt zwischen Handeln und Nachweisen.
„Wenn wir nicht belegen können, was wir tun – etwa durch klare Richtlinien, Schulungen oder Dokumentation –, wird es in der Bewertung nicht berücksichtigt“, erklärt Peggy Zeybrandt Cumming.
Dies hat die Richtung für die weitere Arbeit vorgegeben.
Der Fokus liegt nun darauf, die Dokumentation der bestehenden Aktivitäten zu verbessern, interne Prozesse weiterzuentwickeln und die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen zu vertiefen. Auch die Arbeit der Lieferkette wird strenger überprüft, wobei bestehende Anforderungen eine solide Grundlage bilden, aber weiterentwickelt werden können.

Das Ziel ist klar: bei der nächsten Bewertung konkrete Fortschritte nachzuweisen.
Die Arbeit mit EcoVadis hat bereits eine wichtige Wirkung erzielt. Sie hat sowohl Stärken als auch Verbesserungspotenziale sichtbar gemacht – und nicht zuletzt das Engagement innerhalb des Unternehmens.
„Wir sind stolz auf die Mitarbeitenden, die im Prozess intensiv daran gearbeitet haben, Unterlagen und Nachweise zusammenzustellen. Vieles von dem, was wir tun, ist so selbstverständlich Teil des Arbeitsalltags, dass es schwer zu dokumentieren ist.“
Und vielleicht ist genau das die Situation, in der sich heute viele Unternehmen befinden. Wie auch bei ESBE mangelt es nicht an Nachhaltigkeitsarbeit – die Herausforderung liegt vielmehr darin, sie sichtbar, messbar und vergleichbar zu machen.
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